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	<title>Für Naturentdecker Archives - AWO Mulde Collm</title>
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	<title>Für Naturentdecker Archives - AWO Mulde Collm</title>
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		<title>Steckbrief &#8211; Storch</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-storch/10103/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jun 2021 11:22:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Storch ist in zahlreichen Liedern, Fabeln und Geschichten vertreten. In Fabeln wird er Adebar genannt, was Glücksbringer bedeutet. Im Mittelalter wurde er sogar als Kinderbringer bezeichnet. Hier in unserer Gegend ist der Weißstorch der häufigste Vertreter dieser Familie, aber es gibt auch den viel selteneren Schwarzstorch und in anderen Erdteilen viele andere Arten wie [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-10104" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/06/steckbrief-storch.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Der Storch ist in zahlreichen Liedern, Fabeln und Geschichten vertreten. In Fabeln wird er Adebar genannt, was Glücksbringer bedeutet. Im Mittelalter wurde er sogar als Kinderbringer bezeichnet.</p>
<p>Hier in unserer Gegend ist der Weißstorch der häufigste Vertreter dieser Familie, aber es gibt auch den viel selteneren Schwarzstorch und in anderen Erdteilen viele andere Arten wie den Buntstorch.<br />
Der Weißstorch ist leicht an seinem weißen Federkleid mit den schwarzen Flügeln zu erkennen. Er hat außerdem lange rote Beine und einen langen roten Schnabel.</p>
<p><strong>Segelflieger</strong><br />
Er hat einige spannende Eigenschaften, die ihn zu etwas Besonderen machen:</p>
<p>&#8211; Er ist ein Zugvogel der zwischen 6000 und 10000 km zurücklegt, um sein Winterquartier in Afrika oder Westasien zu erreichen. Dabei fliegt er ungern über größere Gewässer wie das Mittelmeer. Er ist nämlich ein Segelflieger und nutzt die Thermik, also Luftströmungen, die es nur über Land gibt. In seinem Flugmuster kann man in leicht von anderen großen Vögeln, wie beispielsweise dem Reiher unterscheiden. Während der Reiher seinen langen Hals und die Beine anzieht, fliegt der Storch mit ausgestrecktem Hals und langen Beinen.</p>
<p>&#8211; Ein Storch kann ziemlich lange leben. Der älteste bekannte Storch in der freien Wildbahn ist 33 Jahre alt geworden. Seine Flügelspannweite kann bis zu 2 Meter betragen und er wiegt zwischen 3 und 4 kg.</p>
<p>&#8211; Störche bleiben ihrem Partner treu und oft auch ihrem Standort. Gemeinsam bauen sie das Nest und ziehen die Jungen auf. Während ein Elternteil auf Futtersuche ist, bewacht das andere die Jungen, schützt sie vor Regen und wärmt sie.</p>
<p>&#8211; Störche nutzen für den Nestbau gern höher gelegene Plätze, gern auch in der Nähe der Menschen. Deshalb sind sie oft auf Schornsteinen, Häusern und Felsen zu finden.</p>
<p><strong>Nimmersatt</strong><br />
&#8211; Der Storch ist ein echter Nimmersatt. Sein Appetit auf Mäuse, Insekten, Larven, Frösche, Eidechsen, Schlangen und Fische ist groß. Deswegen ist er ein wichtiger Schädlingsvernichter. Man sieht ihn oft suchend über Felder und Wiesen schreiten. Schnellere Tiere wie Mäuse, Fische oder Frösche beobachtet er reglos, um dann blitzschnell zuzuschnappen.</p>
<p>&#8211; Störche klappen laut mit dem Schnabel, um sich gegenseitig zu begrüßen oder Feinde abzuwehren. Bei Gefahr fauchen sie manchmal auch.</p>
<p>&#8211; Etwa im August oder September machen sie sich auf den langen und gefährlichen Weg in die Winterquartiere im Süden. Im Frühjahr kehren sie dann wieder zurück, um hier ihre Jungen aufzuziehen.</p>
<p><strong>Bedrohte Art</strong><br />
Auch die Störche sind leider eine bedrohte Art. Die intensive Landwirtschaft raubt ihnen ihren Lebensraum. Eigentlich fühlen sie sich in ausgedehnten Feuchtwiesen mit Teichen oder Sümpfen am wohlsten. Leider werden davon zu viele trockengelegt und darauf Felder angelegt. Daher sieht man Störche auch immer häufiger auf Feldern und Wiesen, die von Menschen genutzt werden. Die dort oft zum Einsatz kommenden Mäuse- oder Insektengifte rauben ihnen zum einen die Nahrungsquelle und zum anderen werden sie dadurch oft mit vergiftet. Nur eine Änderung der Landwirtschaftspolitik und ein bewussteres Konsumverhalten der Kunden kann Störche langfristig schützen und als Teil unserer Natur bewahren.</p>
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		<title>Steckbrief &#8211; Waldameise</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-waldameise/9869/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 May 2021 12:38:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die 6-beinigen Krabbeltiere, um die es uns heute geht, sind wichtige Bewohner des Waldes. Sie werden oft als &#8222;Gesundheitspolizei des Waldes&#8220; bezeichnet, weil sie Schädlinge und tote Tiere fressen. So verhindern sie, dass sich Krankheiten im Wald ausbreiten können. Auf ihrer Nahrungssuche legen sie weite weite Strecken zurück und lockern so den Boden auf. Pflanzen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="kvgmc6g5 cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-9870" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise-705x500.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-waldameise.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die 6-beinigen Krabbeltiere, um die es uns heute geht, sind wichtige Bewohner des Waldes. Sie werden oft als &#8222;Gesundheitspolizei des Waldes&#8220; bezeichnet, weil sie Schädlinge und tote Tiere fressen. So verhindern sie, dass sich Krankheiten im Wald ausbreiten können. Auf ihrer Nahrungssuche legen sie weite weite Strecken zurück und lockern so den Boden auf. Pflanzen können dann besser wachsen. Außerdem sind Ameisen Teil der Nahrungskette und eine wichtige Nahrungsquelle für viele andere Tierarten.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"><strong>Hervorragende Architekten</strong></div>
</div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">Waldameisen sind bekannt für ihre großen Ameisenhügel, die manchmal stattliche Höhen von bis zu 2 Metern erreichen. Zudem sind sie oft unter der Erde noch einmal genauso tief. Sie bestehen aus Erde, Pflanzenteilen und Harz. Warum aber bauen Ameisen so gigantische Ameisenhügel?</div>
</div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">Zum einen ist es wichtig, dass der ganze Ameisenstaat Platz hat. Ein Ameisenvolk kann aus mehreren hunderttausenden bis zu 2 Millionen Tieren bestehen, die diese Hügel bewohnen. Dort werden Eier und Larven sicher vor Feinden geschützt. Denn oft sind die Kammern so tief im Inneren des Hügels, dass ein Sturm oder ein größeres Wildtier zwar vielleicht die äußeren Schichten, aber nicht die Brut- und Aufzuchtkammern beschädigt.</div>
<div dir="auto">Zum anderen ist durch die vielen Tiere im Bau eine gewisse gleichbleibende Temperatur gesichert. Das ist besonders in den kälteren Jahreszeiten wichtig.</div>
</div>
<div dir="auto"><strong>Königin</strong></div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">In Deutschland gibt es 13 verschiedene Arten von Waldameisen. Die Bekannteste ist wohl die Große Rote Waldameise. Diese Art hat pro Volk immer nur eine Königin. Diese legt bis zu 300 Eier am Tag. Sie ist meist deutlich größer als die anderen Ameisen des Staates. Sie hat einen dicken, plumpen Hinterleib, der gut geeignet ist fürs Eierlegen und kräftige Brustmuskeln für den Hochzeitsflug. Arbeiterinnen haben kräftige Kiefer und sind wahre Kraftprotze. Bis zum 40-fachen ihres eigenen Körpergewichtes kann eine Ameise tragen. Arbeiterinnen können sechs, Königinnen zwanzig Jahre alt werden &#8211; im Gegensatz zu den Männchen: ihr Leben ist nach Hochzeitsflug und Begattung der Jungköniginnen zu Ende.</div>
</div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">Die Ameisenstaaten sind perfekt durchorganisiert. Im Inneren des Hügels übernehmen die jüngeren Tiere die Ei- und Brutpflege und reparieren das Nest. Die älteren Ameisen erledigen außerhalb des Baus unterschiedliche Aufgaben. Da gibt es Jäger, Bauarbeiter, Läusemelker, Träger und Wächter.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"><strong>Honigtau</strong></div>
<div dir="auto">Läusemelker? Ja genau, Ameisen lieben den von Blattläusen abgegebenen Honigtau. Deswegen schützen sie die Blattläuse vor Feinden, z.B. dem Marienkäfer und sammeln den abgesonderten Honigtau von den Pflanzen, wo die Läuse leben. Manchmal melken sie diese aber auch, indem sie den Honigtau direkt von Hinterteil der Blattläuse saugen.</div>
</div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">Spannend ist, wie ein Ameisenhaufen mit mehreren 100 000 bis zu 2 Millionen Tieren funktioniert, ohne dass jemand Aufträge verteilen muss. Aber Ameisen kommunizieren tatsächlich miteinander. Zum einen produzieren sie Pheromone, also Duftstoffe, mit denen sie anderen mitteilen, wo Beute zu finden ist, Gefahr droht und wo es zurück zum Bau geht. Ihre Reviergrenzen markieren sie mit Kothaufen und gegenseitiges Berühren soll dazu animieren, Nahrungsbrei abzugeben.</div>
<div dir="auto">Sie geben aber auch Geräusche von sich. Dabei hören sie diese jedoch nicht. sondern nehmen die Schwingungen wahr. Die Geräusche erzeugen sie, indem sie ein Bein an der Taille reiben oder mit dem Kopf auf einen harten Untergrund klopfen. Dieses Verhalten nutzt beispielsweise die Raupe einer Schmetterlingsart, die Geräusche erzeugt, die wie die Ameisenkönigin klingen. So erreicht sie, dass sie unwissentlich von den Arbeiterinnen monatelang gefüttert wird.</div>
</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"><strong>Nachwuchs</strong></div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">Im Sommer herrscht Hochbetrieb im Ameisennest. Der Nahrungsbedarf für den Nachwuchs ist enorm. Im Umkreis von hundert Metern holt ein Einmillionenstaat jährlich 28 Kilogramm Insekten, die die Jägerinnen mit Säurespritzen und kräftigen Kiefern erbeuten, sowie 200 Liter Honigtau. Ameisen spielen also im Lebensnetz des Waldes eine ganz besondere Rolle. Der Appetit der Ameisen auf Insekten hält je Volk ein viertel Hektar Wald frei von Insekten und ihren Larven, auch jene von unerwünschten Forstschädlingen.</div>
<div dir="auto">Über 150 Pflanzenarten verdanken zudem den Ameisen ihre Verbreitung. Dazu wenden die Pflanzen einen Trick an. Da Ameisen Süßem nicht widerstehen können, tragen manche Samen ein zuckerhaltiges Anhängsel. Wegen dieses Schmankerls transportieren Ameisen diese Samen bevorzugt und verbreiten diese damit.</div>
<div dir="auto"></div>
<div dir="auto"><strong>Gefährdeter Lebensraum</strong></div>
</div>
<div class="o9v6fnle cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x c1et5uql ii04i59q">
<div dir="auto">Leider geht es den Ameisen wie allen Wildtieren dieser Zeit, sie sind gefährdet. Auch hier sind intensive Landwirtschaft und der Verlust des Lebensraumes mitverantwortlich, dass die Zahlen der Waldameisen zurückgehen. Deshalb unsere Bitte, lasst die Ameisen und ihr Hügel in Ruhe, wenn ihr welche findet. Ihr könnt die Tiere auch beobachten, ohne sie zu stören. Versucht auch im heimischen Garten auf Insektengifte zu verzichten.</div>
<div dir="auto">Weitere interessante Fakten findet ihr hier:</div>
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			</item>
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		<title>Steckbrief &#8211; Biene</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-biene/9770/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 May 2021 09:40:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 20.Mai ist Weltbienentag. Seit der Serie Biene Maja haben die meisten von uns eine positive Vorstellung von Bienen, die für süßen Honig und emsig umherfliegend für die Bestäubung vieler Blumen und Blüten sorgen. Es stimmt, dass es ohne sie viel weniger Obst und Gemüse gäbe. Allerdings werden bei dem verbreiteten Bild der Bienen, in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-9771" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-biene.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Am 20.Mai ist Weltbienentag. Seit der Serie Biene Maja haben die meisten von uns eine positive Vorstellung von Bienen, die für süßen Honig und emsig umherfliegend für die Bestäubung vieler Blumen und Blüten sorgen. Es stimmt, dass es ohne sie viel weniger Obst und Gemüse gäbe.</p>
<p>Allerdings werden bei dem verbreiteten Bild der Bienen, in ihren Kisten und Körben lebend, die zahlreichen Wildbienenarten vergessen. Während sich die Imker ganzjährig um ihr Schützlinge sorgen, in nahrungsarmen Zeiten zufüttern, Krankheiten und Parasitenbefall vorbeugen und oftmals die Honigbienen auch mit den Beuten (so nennt man die Wohnkisten der Bienenvölker) in die Nähe von Blühflächen gefahren werden, sind Wildbienen auf sich selbst gestellt.</p>
<p>Die Versiegelung von Bodenflächen, rasanter Städtebau und die Reduzierung wilder Blühflächen hat viele Wildbienenarten zu gefährdeten Arten gemacht. In Deutschland leben ca. 550 Arten Wildbienen, von denen die Hälfe als gefährdet gilt.</p>
<p><strong>Einzelgänger</strong><br />
Die meisten Wildbienenarten leben anders als die Honigbiene nicht in großen Völkern, sondern solitär, sie sind also Einzelgänger. Dreiviertel aller Wildbienen bauen ihre Nester in den Boden. Einige nutzen markhaltige oder trockene Halme oder auch Gänge und Höhlen von Käfern als Nistplätze. Es gibt Arten, die sich leere Schneckenhäuser als Brutplatz suchen oder auch Arten, die sich einfach in bestehende Brutplätze einnisten. Deswegen nennt man sie Kuckucksbienen. Die Lebensweise der Wildbienen ist unglaublich vielfältig und interessant.</p>
<p>Die kleinsten Bienenarten sind nur 4 mm groß, z.B. die Sand-Steppenbiene. Die größte Einheimische ist die Blaue Holzbiene und wird bis zu 3 cm groß. Wildbienen müssen keinen großen Honigvorrat verteidigen und haben deshalb nur einen sehr kleinen Stachel, der die menschliche Haut nicht durchdringen kann. Zudem sind sie eher gemütlich und absolut nicht aggressiv. Deswegen braucht man Wildbienen im Garten oder auf dem Balkon auch nicht zu fürchten.</p>
<p><strong>Bestäubungsarbeit</strong><br />
Wildbienen spielen bei der Bestäubung eine wesentliche Rolle. Denn die Honigbiene allein schafft nur ein Drittel der Bestäubungsarbeit. Damit kommt den Wildbienen und Hummeln eine wichtigere Bedeutung zu, als man im Allgemeinen vermutet.</p>
<p>Die Hummel wird zu den Wildbienen gezählt. Sie ist eine Art, die den Sommer über Staaten bildet. Der Hummelstaat umfasst je nach Art zwischen 50 und mehreren hundert Arbeiterinnen. Gegen Ende des Sommers schlüpfen dann die neuen Königinnen für das nächste Jahr. Sie suchen sich einen geschützten Platz zum Überwintern, während der Rest des Staates und auch die alte Königin nach und nach sterben. Im Frühjahr schwärmen die jungen Königinnen dann wieder aus, legen Eier, versorgen die ersten Larven allein und bauen nach und nach einen neuen Staat auf.</p>
<p>Die solitär, also alleinlebenden Wildbienen leben je ein Ei in ihre Nester, die sie vorher mit Futter für die Larven gefüllt haben. Dann werden diese Nester verschlossen, oft mit Erde, Sandkörnern oder Lehm. Eine Wildbiene kommt auf diese Weise nur zu etwa 10 Nachkommen für das folgende Jahr. Die staatenbildenden Arten haben hingegen deutlich mehr Nachkommen.</p>
<p>Viele Wildbienen sind auf eine besondere Umgebung, Nahrung oder Lebensbedingung spezialisiert. Werde diese Bedingungen verändert, haben sie kaum Möglichkeiten, sich daran zu gewöhnen und sind deshalb auf die Rote Liste der gefährdeten Arten gelangt. Besonders die intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Insektengift sowie die zunehmende Bebauung von Naturflächen schadet den Bienen.</p>
<p><strong>Wie können wir Bienen schützen?</strong><br />
Allerdings können wir einiges zum Schutz der Wildbienen betragen:</p>
<ol>
<li>Nisthilfen anbieten, die Anleitung zum Bau von Bienenhotels findet ihr hier: <a class="oajrlxb2 g5ia77u1 qu0x051f esr5mh6w e9989ue4 r7d6kgcz rq0escxv nhd2j8a9 nc684nl6 p7hjln8o kvgmc6g5 cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x jb3vyjys rz4wbd8a qt6c0cv9 a8nywdso i1ao9s8h esuyzwwr f1sip0of lzcic4wl py34i1dx gpro0wi8" tabindex="0" role="link" href="https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.nabu.de%2Ftiere-und-pflanzen%2Finsekten-und-spinnen%2Finsekten-helfen%2F00959.html%3Ffbclid%3DIwAR2u3uAZckoG6MRhxEePw-072BZ8tH0dYkMAblfcOPwFbGUXDOhBgU9qlKo&amp;h=AT3No5IYRNotAtyvE9a86XlOKm8m8ZdyinmUx9gXM338P6acGkM6-CEmVGwyigbKYrSEW8lVxaVADJeI-ADFdH9Wz3bdaLOyQyTaBCxCQDmbbhXpj7nJTbr27ICktK_-mA&amp;__tn__=-UK*F" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://www.nabu.de/&#8230;/insekt&#8230;/insekten-helfen/00959.html</a></li>
<li>Bienenfreundliche Wiesen und Gärten anlegen, dazu gehören Wildblumen und Wildkräuter (Klee, Disteln, Mohn, Lavendel, Malve, Heidekraut, Sonnenhut, Taubnessel, Wasserdost usw.) unaufgeräumte Ecken mit Totholz, Sträuchern usw. Beim Kauf von fertigen Wiesenblumenmischungen darauf achten, dass einheimische Saaten verwendet werden. Pflanzen aus anderen Erdteilen haben für unser Bienen keinen Nährwert.</li>
<li>Setzt euch dafür ein, dass auch im öffentlichen Raum noch mehr Blühstreifen geschaffen werden. Ein kurzgemähter Rasen bringt der Tierwelt gar nichts. Immerhin werden durch den Schutz der Insekten auch zahlreiche andere Tierarten unterstützt, wie Vögel, Fledermäuse, Igel und viele andere. Insektenschutz ist also ein wichtiger Beitrag zur Artenvielfalt in Stadt und Land.</li>
<li>Verzicht auf Insektengifte! Zudem hilft der verstärkte Einkauf von Bioprodukten dabei, jene Landwirtschaftsbetriebe zu fördern, die auf Insektengifte verzichten.</li>
<li>Die wichtigsten Informationen zusammengefasst, findet ihr nochmal hier: <a class="oajrlxb2 g5ia77u1 qu0x051f esr5mh6w e9989ue4 r7d6kgcz rq0escxv nhd2j8a9 nc684nl6 p7hjln8o kvgmc6g5 cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x jb3vyjys rz4wbd8a qt6c0cv9 a8nywdso i1ao9s8h esuyzwwr f1sip0of lzcic4wl py34i1dx gpro0wi8" tabindex="0" role="link" href="https://www.deutschland-summt.de/files/media_ds/pdfs/2021/buwe2021_broschuere_auflage-12_download-druck.pdf?fbclid=IwAR34IHigbfpAtRGqwBy3ka7IF0EMp79q7rvERhiz3dzMULylYVYjLPTpoHo" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://www.deutschland-summt.de/&#8230;/buwe2021_broschuere&#8230;</a></li>
<li>Für unsere Kleinsten leiten wir euch noch ein paar Ausmalbilder von Biene Maja weiter. Viel Spaß! <a class="oajrlxb2 g5ia77u1 qu0x051f esr5mh6w e9989ue4 r7d6kgcz rq0escxv nhd2j8a9 nc684nl6 p7hjln8o kvgmc6g5 cxmmr5t8 oygrvhab hcukyx3x jb3vyjys rz4wbd8a qt6c0cv9 a8nywdso i1ao9s8h esuyzwwr f1sip0of lzcic4wl py34i1dx gpro0wi8" tabindex="0" role="link" href="https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/insekten/210510_ausmalbilder_biene_maja.pdf?fbclid=IwAR0FdTiQo22FMQr-IjzWQfZh-0zX3Yn_vpxv6HFxrx12TOSqDLrp7a7yPMk" target="_blank" rel="nofollow noopener">https://www.nabu.de/&#8230;/210510_ausmalbilder_biene_maja.pdf</a></li>
</ol>
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		<title>Steckbrief &#8211; Libellen</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-libellen/9652/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 May 2021 09:48:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute erzählen wir euch von einem interessanten Insekt, das schon zu Zeiten der Dinosaurier durch die Lüfte geflogen ist. Außer dass sie seitdem deutlich kleiner geworden sind, haben sich Libellen kaum verändert. Libellen sind wunderschöne Flugkünstler und außer in den Polarregionen auf der ganzen Welt verbreitet. Die haben einen sehr markanten Körperbau, einen langen schmalen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-9653" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-libelle.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Heute erzählen wir euch von einem interessanten Insekt, das schon zu Zeiten der Dinosaurier durch die Lüfte geflogen ist. Außer dass sie seitdem deutlich kleiner geworden sind, haben sich Libellen kaum verändert.</p>
<p>Libellen sind wunderschöne Flugkünstler und außer in den Polarregionen auf der ganzen Welt verbreitet. Die haben einen sehr markanten Körperbau, einen langen schmalen Körper, einen Kopf mit riesengroßen Facettenaugen und 2 Paare lange, durchsichtige Flügel. Oft tragen sie leuchtende Farben und ihre Flügel schillern in der Sonne.</p>
<p>Ihre Flügel sind außergewöhnlich. Sie können unabhängig von einander bewegt werden und ermöglichen daher grandiose Flugmanöver. Wie Hubschrauber können sie in der Luft stehen, manche sind in der Lage rückwärts zu fliegen, abrupt die Richtung zu ändern oder extrem zu beschleunigen. Sie können Geschwindigkeiten von bis zu 50km/h erreichen.</p>
<p><strong>Raubinsekten</strong><br />
Diese Flugkünste brauchen sie um andere Insekten zu fangen, von denen sie sich ernähren. Meist fangen sie ihre Beute im Flug, meist Fliegen, Bremsen, Mücken und andere fliegende Insekten. Manchmal fressen sie auch kleinere Libellen. Deswegen gehören sie zu den Raubinsekten. Ihre Mundwerkzeuge sind extra dafür bemacht, auch harte Insektenpanzer aufzubeißen. Wegen dieser beeindruckenden Mundwerkzeuge wird Libellen unterstellt, das sie beißen oder stechen und den Menschen verletzen können. Allerdings ist das nicht wahr, sie sind nicht gefährlich und nicht in der Lage, Menschen oder größeren Tieren Schaden zuzufügen.</p>
<p>Libellen leben immer in der Nähe von Wasser. Neben Flüssen, Bächen und Seen können das auch Moore oder Sümpfe sein. Am oder im Wasser legen sie ihre Eier ab, aus denen später die Larven schlüpfen. Die Larven leben räuberisch unter Wasser und ernähren sich von kleineren Wassertieren wie Wasserflöhen, Mückenlarven oder manchmal sogar von den schnelleren Kaulquappen. Bei einigen Libellenarten dauert das Larvenstadium bis zu 2 Jahren. Dabei häuten sie sich mehrfach. Wenn die Larve fertig entwickelt ist, klettert sie aus dem Wasser. Dort, meist im Schilf oder anderen Wasserpflanzen, schlüpft die fertige Libelle direkt aus der Larve. Das ist mühsam und dauert oft einige Zeit, manchmal mehrere Stunden. Diese Phase ist die gefährlichste Zeit, denn die Libelle kann nicht sofort fliegen. Die großen Flügel sind noch zerknittert und eng am Körper liegend und müssen erst entfaltet und ausgehärtet werden. Dann startet sie zu ihrem Jungfernflug.</p>
<p><strong>Vom Aussterben bedroht</strong><br />
Die Libellen selbst verbringen ihr Leben meist fliegend in der Luft. Selbst die Paarung findet während des Fluges statt. Ihr Leben als Libelle dauert im Gegensatz zum Larvenstadium meist nur kurz. Sie haben je nach Art eine Lebensdauer von 2 Wochen bis 11 Monaten.</p>
<p>Je nach Art sind die Libellen unterschiedlich gefährdet. In Deutschland sind etwa zwei Drittel der heimischen Arten gefährdet, zwanzig Prozent sogar vom Aussterben bedroht und stehen unter Artenschutz. Ursache ist wie so oft die Veränderung und Zerstörung der libellentypischen Lebensräume. Moore und andere Feuchtbiotope werden trockengelegt, Flüsse begradigt, Uferbereiche zertrampelt oder mit Steinen gepflastert. Wichtige Schutzmaßnahmen für Libellen sind der Verzicht auf Pestizide und Dünger besonders in Gewässernähe und die Renaturierung von Flüssen, Bächen und Seen.</p>
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		<title>Steckbrief &#8211; Fledermaus</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-fledermaus/9661/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 May 2021 09:50:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt ein Tier, welches die meisten noch nicht selbst entdeckt haben. Heute berichten wir über Fledermäuse. Eigentlich sind sie sehr besondere Tiere: sie sehen mit den Ohren, sie fliegen mit den Händen und schlafen mit dem Kopf nach unten hängend. Sie sind die einzigen flugfähigen Säugetiere. Durch ihr Besonderssein haben sie die Menschen schon [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-9664" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/05/steckbrief-fledermaus.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es gibt ein Tier, welches die meisten noch nicht selbst entdeckt haben. Heute berichten wir über Fledermäuse.<br />
Eigentlich sind sie sehr besondere Tiere: sie sehen mit den Ohren, sie fliegen mit den Händen und schlafen mit dem Kopf nach unten hängend. Sie sind die einzigen flugfähigen Säugetiere. Durch ihr Besonderssein haben sie die Menschen schon immer fasziniert, aber auch Ängste geschürt. Deswegen stellen wir sie heute mal genauer vor.</p>
<p><strong>Winzlinge</strong><br />
In Deutschland gibt es 25 verschiedene Arten. Die hier lebenden Arten sind meistens recht klein. Im Gegensatz dazu kann die Gespensterfledermaus in Australien eine Flügelspannweite von 60 cm erreichen. Die hier ansässigen sind selten größer als 5 cm. Die größte Art hierzulande der große Abendsegler kann allerdings auch eine Flügelspannweite von 32-40 cm haben.<br />
Der Körper der Fledermäuse ist mit einem braunen, grauen oder schwarzen Fell bedeckt. Die Flughaut verbindet die stark verlängerten Finger mit den Beinen und ist hauchdünn. Da auf diese Weise die vorderen Gliedmaßen nicht zum Greifen und Festhalten zur Verfügung stehen, halten sich Fledermäuse mit Krallen an den Hinterbeinen an Ästen, Mauerwerk oder Felsen fest. Deswegen hängen sie mit dem Kopf nach unten. Die Tiere haben so einen guten Blick nach unten und die Umgebung und können bei Gefahr schnell fliehen, indem sie einfach loslassen.</p>
<p>Um sich im Dunkeln zurecht zu finden und auch bei der Jagd nutzen sie Echoortung. Dabei stoßen sie Töne im Ultraschallbereich aus und wissen anhand das Echos, wo sich Beutetiere oder Hindernisse befinden. Diesen Ton stoßen sie 5-20 pro Sekunde aus und können so genauestens feststellen, wo sich Beute gerade befindet und wie groß sie ist. Die sehr hohen Töne sind in der Regel für unsere Ohren nicht wahrnehmbar. Manchmal können Menschen mit sehr gutem Gehör, vor allem Kinder und Jugendliche die Töne einiger Arten doch hören. Sie nehmen es als sehr hohen Fiepton wahr.</p>
<p><strong>Speiseplan</strong><br />
Fledermäuse in Deutschland sind Insektenfresser. Eine einzige Fledermaus frisst in einer Nacht mehrere tausend Insekten. Sie selbst müssen sich vor Eulen, Greifvögeln, Katzen und Mardern in Acht nehmen.</p>
<p>Wie ihr sicher wisst, sind Fledermäuse nachtaktiv und schlafen am Tag. Zum Schlafen ziehen sie sich in Höhlen, Felsspalten, Baumhöhlen oder in von Menschen gemachten Unterschlüpfe, wie Dachböden, Mauernischen oder Bergstollen zurück. Dabei leben manche Arten in Gruppen zusammen, andere Arten sind wiederum Einzelgänger.</p>
<p>Im Winter halten sie gut versteckt Winterschlaf. Wie alle Tiere, die Winterschlaf halten, drosseln auch die Fledermäuse während dieser Zeit ihren Stoffwechsel drastisch, um Energie einzusparen und senken dabei ihre Körpertemperatur auf wenige Grad. Dabei umschließen sie ihren Körper mit ihrer Flughaut wie mit einem Mantel, um nicht zu erfrieren.</p>
<p><strong>Nachwuchs</strong></p>
<p>Bei den europäischen Fledermausarten erfolgt die Fortpflanzung häufig im September, sobald sich die Tiere im Winterquartier befinden. Treue spielt dabei keine große Rolle, denn ein Weibchen paart sich meist mit mehreren Fledermaus-Männchen. Die Eizellen werden jedoch noch nicht gleich nach der Paarung gleich befruchtet, dies geschieht erst nach Beendigung des Winterschlafes im März. Die Tragzeit der Weibchen kann je nach Nahrungsangebot und Fledermausart zwischen 40 und 70 Tagen variieren, dann wird meist nur ein Jungtier geboren. Etwa 50 bis 70 Muttertiere finden sich zur Aufzucht des Nachwuchses in sogenannten „Wochenstuben“ zusammen. Hier werden die Jungtiere rund 6 bis 8 Wochen lang gesäugt, bevor sie flügge werden und das Insekten jagen von ihren Müttern lernen.</p>
<p>In Deutschland sind Fledermäuse streng geschützt und einige Arten vom Aussterben bedroht. Die intensive Landwirtschaft mit dem Einsatz von Insektengiften und Pflanzenschutzmitteln sowie der Verlust ihrer Lebensräume gefährdet diese putzigen Tiere. Leider sind sie nicht sehr beliebt, obwohl es dafür keine Gründe gibt. So sind sie nicht gefährlich und greifen Menschen und Tiere nicht an.</p>
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		<title>Steckbrief &#8211; Schmetterling</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/9105-2/9105/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Apr 2021 10:40:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schmetterlinge gehören zu den Insekten. Es gibt auf der ganzen Welt ungefähr 170 000 verschiedene Arten. Neben den schönen Bunten gibt es auch Unscheinbare und gut Getarnte. Auch Motten werden beispielsweise zu den Schmetterlingen gezählt. Es gibt Arten, die tagsüber zu finden sind. Andere Arten sind nur nachts andere wiederum nur in der Dämmerung unterwegs. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-9041" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-schmetterlinge.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Schmetterlinge gehören zu den Insekten. Es gibt auf der ganzen Welt ungefähr 170 000 verschiedene Arten. Neben den schönen Bunten gibt es auch Unscheinbare und gut Getarnte. Auch Motten werden beispielsweise zu den Schmetterlingen gezählt.</p>
<p>Es gibt Arten, die tagsüber zu finden sind. Andere Arten sind nur nachts andere wiederum nur in der Dämmerung unterwegs. Eins haben jedoch alle gemeinsam. Ihre zarten Flügel sind mit Hautschuppen besetzt, die dachziegelartig angeordnet sind und dem Flügel Stabilität verleihen und auch Farbe und Muster des Schmetterlings ausmachen. Diese Schuppen sind fein wie Staub und werden die Flügel berührt, fallen sie ab. Deshalb ist es wichtig, dass Schmetterlinge nicht gefangen und angefasst werden. Denn gehen zu viele der Schüppchen verloren, kann der Schmetterling nicht mehr fliegen und muss sterben.</p>
<p><strong>Meister der Verwandlung</strong><br />
Interessant bei Schmetterlingen ist auch der Prozess der Entstehung. Sie sind Meister der Verwandlung, denn aus den winzigen Eiern schlüpfen kleine Raupen. Meist wurden die Eier in die Nähe einer Nahrungsquelle gelegt, sodass die kleinen Raupen sofort losfressen können. Und sie sind wahre Fressmaschinen. Sie fressen täglich das mehrfache ihres Körpergewichtes und wachsen so schnell. Da die Haut der Raupe nicht mitwächst, muss sie sich mehrfach häuten. Dieser Fress- und Wachstumsprozess der Raupen dauert bei den Arten unterschiedlich lange. Einige Arten bleiben ca. 4 Wochen im Raupenstadium, andere 10 Monate und einige überwintern sogar als Raupe.</p>
<p>Nach dem letzten Raupenstadium verpuppen sie sich. Auch hier gibt es Unterschiede. Grundsätzlich bildet sich jetzt aber ein fester Kokon, so nennt man die Hülle. Darin entwickelt sich aus der Raupe der Schmetterling. Auch diese Reifungsphase dauert unterschiedlich lange. Als Puppe wird nicht mehr gefressen und auch kein Kot abgesetzt, sie brauchen nur Ruhe. Manche Arten bleiben über den Winter im Puppenstadium.<br />
Am Ende des Puppenstadiums platzen die Kokons auf und der fertige Schmetterling zwängt sich aus der engen Hülle. Die Flügel müssen nun erst entfaltet werden. Das dauert meist ein paar Stunden. Erst danach kann der Schmetterling fliegen.</p>
<p>Der Schmetterling hat meist lange Fühler und einen Rüssel mit dem er Nektar aus den Blüten saugt. Er hat sechs lange Beine und Facettenaugen, mit denen er einen guten Rundumblick hat. Ein Schmetterling riecht 1000mal bester als der Mensch und riecht, welche Blüten ihm schmecken werden.</p>
<p><strong>Kurzes Leben</strong><br />
Meist leben Schmetterlinge nicht lange. Über den Winter würden sie auch gar keine Nahrung finden. Deshalb überwintern die meisten Arten als Ei, Raupe oder Puppe. Es gibt aber auch Arten, die an geschützten Orten überwintern (zum Beispiel im Schuppen oder Keller) und im Frühjahr ihre Eier ablegen. Einige wenige fliegen über den Winter sogar in den Süden. Der Zitronenfalter überlebt den Winter ungeschützt in Eis und Schnee, weil er in seinem Körper eine Art Frostschutzmittel hat.</p>
<p>Leider haben diese tollen Lebewesen es zurzeit nicht leicht. Wie den meisten Tieren macht ihnen der Verlust ihres Lebensraumes und die intensive Nutzung von Giften in der Landwirtschaft sehr zu schaffen. Viele Arten sind an einen sehr begrenzten Lebensraum angepasst und sterben aus, wenn dieser grundlegend verändert wird.<br />
Die meisten bei uns heimischen Schmetterlingsarten, brauchen Wiesen, blühende Landstriche, Blühränder an Feldern. Manche leben auf Feuchtwiesen, Mooren, Magerwiesen oder anderen besonderen Lebensräumen. Sie sind wichtig für die Bestäubung vieler Pflanzen. Jeder von uns kann etwas für den Erhalt dieser schönen Flugkünstler tun, indem er sich für Reduzierung oder Verzicht von Insektiziden einsetzt, Bioprodukte kauft und im heimischen Garten auch mal eine wilde Ecke mit Wildblumen und Brennnesseln stehen lässt. Lasst Raupen leben, wenn ihr sie findet und fasst sie möglichst nicht an, weil manche auch giftig sein können. Stört Puppen nicht in ihrer Entwicklungsphase und fangt Schmetterlinge nicht, um sie sich anzuschauen.</p>
<p>Wer sich näher mit diesen tollen Geschöpfen befassen will, findet hier eine Übersicht zu einheimischen Arten. https://nrw.nabu.de/&#8230;/schmetterlingsarten/index.html</p>
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		<title>Steckbrief &#8211; Wildschwein</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-wildschwein/9116/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2021 10:44:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In unseren Wäldern lebt ein Tier, dass zwar zahlreich aber trotzdem selten zu sehen ist, das Wildschwein. Dieser Vorfahre unseres Hausschweins ist super an das Leben im Wald und die unmittelbare Nachbarschaft zum Menschen angepasst. Eigentlich sind Wildschweine scheue Tiere die dem Menschen lieber aus dem Weg gehen. Deswegen liebt es auch Gegenden in denen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-9042" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-wildschwein.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />In unseren Wäldern lebt ein Tier, dass zwar zahlreich aber trotzdem selten zu sehen ist, das Wildschwein. Dieser Vorfahre unseres Hausschweins ist super an das Leben im Wald und die unmittelbare Nachbarschaft zum Menschen angepasst.</p>
<p>Eigentlich sind Wildschweine scheue Tiere die dem Menschen lieber aus dem Weg gehen. Deswegen liebt es auch Gegenden in denen es sich gut verstecken kann, wie Maisfelder, Schilfufer und Wälder mit Unterholz und Strauchschicht.</p>
<p>Das Wildschwein ist ein Allesfresser. Begonnen bei Blättern, Trieben, Wurzeln und Früchten der Bäume über Gräser, Kräuter, Pilze und Flechten bis hin zu Weichtieren, Insekten, Eiern, Vögeln, kleinen Säugetieren und schließlich sogar Aas reicht ihr Nahrungsangebot.</p>
<p><strong>Familienalltag</strong><br />
Das Wildschwein lebt im Familienverband, der sogenannten Rotte. Weibchen, auch Bache genannt und die Jungtiere, die Frischlinge leben als Gruppe zusammen und werden meist von einem älteren erfahrenen Weibchen angeführt. Die männlichen Tiere, die Keiler sind dagegen Einzelgänger und suchen nur zur Paarungszeit die Nähe einer Rotte.</p>
<p>Wildschweine haben ein ganz typisches Aussehen. Den keilförmigen Kopf mit den Hauern, die seitlich aus dem Maul ragen und die Rüsselschnauze hat sicher jeder direkt vor Augen. Die Hauer tragen sowohl die männlichen als auch die weiblichen Tiere. Allerdings werden sie bei den Keilern beeindruckend groß. Die dienen dazu, den Weibchen zu imponieren und als Waffe gegen andere Keiler während der Paarungszeit. Die Hauer sind so gebogen, dass sie seitlich aus dem Maul herausragen und sich durch ständiges Reiben aneinander gegenseitig schärfen. Dadurch werden sie messerscharf. Die Tiere können bis zu 200kg schwer und in freier Wildbahn bis zu 12 Jahre alt werden. Die Fellkleid ist borstig und hat eine dicke feinere Unterwolle.</p>
<p>Trotz ihres Körperbaus sind sie richtige Kraftpakete und können recht schnell rennen. Außerdem sind sie gute Schwimmer und legen bei ihren Wanderungen oft viele Kilometer zurück und durchschwimmen dabei auch Flüsse. Sie haben einen ausgeprägten Geruchssinn und spüren so auch Nahrung unter Laub, Erde oder Schnee auf. Ihre Augen sind dagegen nicht so gut.</p>
<p><strong>Spurensuche</strong><br />
Wenn ihr aufmerksam durch den Wald geht, könnt ihr ihre Spuren finden. Aufgewühlte Erde zeigt, dass hier nach Futter gesucht wurde, Schlammige Stellen werden als Suhle zum Abkühlen und der Bekämpfung von Parasiten genutzt. Oft findet man auch Bäume mit schlammigen Abdrücken oder anhaftenden Borsten, an denen sich die Tiere ausgiebig geschart haben. Habt ihr so etwas schon mal entdeckt?</p>
<p>Zeitig im Frühjahr bekommt die Bache ihre Jungen. Diese Frischlinge haben ein gestreiftes Fellkleid und sind so gut getarnt. Durch die milden Winter und ein reiches Nahrungsangebot kommen die Wildschweine gut zurecht und bekommen inzwischen auch mehrfach im Jahr Nachwuchs. Natürliche Feinde haben Wildschweine in unseren Gegenden kaum noch, denn nur Wölfe, Luchse oder Bären können ihnen gefährlich werden.</p>
<p>Wildschweine sind flexibel und schlau und nutzen alle Nahrungsangebote, die sich ihnen bieten. Deswegen werden inzwischen auch immer häufiger Wildschweine in bewohnten Gegenden beobachtet. Gartenanlagen mit offenen Komposthaufen, weggeworfene Essensreste und offene Mülltonnen werden gern als Futterquelle genutzt. Damit es nicht zu Konflikten in Wohngegenden kommt, ist es also wichtig, dass der Mensch die Tiere nicht durch Unachtsamkeit anlockt.<br />
Sollte man trotzdem einmal unerwartet vor einem Wildschwein stehen, ist es wichtig, sich ruhig zu verhalten, sich langsam rückwärts zu bewegen und den Wildschweinen eine Rückzugsmöglichkeit zu gewähren. Bachen mit Frischlingen sollten großräumig umgangen werden, da die Muttertiere ihre Jungen bedingungslos verteidigen und leicht reizbar sind.</p>
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		<item>
		<title>Steckbrief &#8211; Dachs</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-dachs/9144/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2021 07:25:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchte ich euch ein Tier vorstellen, dass zwar jeder kennt, aber selten jemand zu Gesicht bekommt. Der Dachs ist nachtaktiv und lebt unter der Erde und wird deshalb nur selten beobachtet. Er lebt in Laub und Mischwäldern und gräbt großzügige Bauten in die Erde. Bis zu 5 Meter können diese Röhren tief und bis [&#8230;]</p>
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<p>Er lebt in Laub und Mischwäldern und gräbt großzügige Bauten in die Erde. Bis zu 5 Meter können diese Röhren tief und bis 100 Meter lang sein. Nach und nach entstehen so weitverzweigte Labyrinthe mit mehreren Wohnhöhlen. So große Bauten werden oft von mehreren Generationen nacheinander bewohnt. Manchmal leben auch Füchse oder Marder mit den Dachsen zusammen in friedlichen Wohngemeinschaften.<br />
Der Dachs ist der größte Vertreter der Familie der Marder in Europa, obwohl er von Aussehen her und seinem Gewicht von bis zu 15 kg eher an einen kleinen Bären erinnert.</p>
<p><strong>kleiner Bär</strong><br />
Der Dachs ist an seiner auffälligen Zeichnung mit schwarzen Streifen im Gesicht leicht zu erkennen. Seine Schnauze ist länglich und schmal. Seine Ohren sind klein und haben einen weißen Rand. Sein Rücken hat eine silbrig-graue Farbe. Er wirkt mit seinen kurzen Beinen recht massig und unbeholfen. Allerdings ist er auch kein schneller Sprinter, sondern an das Leben unter der Erde angepasst. Um seine großartigen unterirdischen Baue zu graben, hat er lange Krallen an den Pfoten.</p>
<p>Aufgrund seiner Statur ist der Dachs kein Jäger, sondern frisst, was ihm vor die Nase kommt. Würmer, Insekten, Kleintiere, Schnecken, aber auch Früchte, Nüsse, Samen und Beeren. Findet er ein Vogelnest am Boden, räubert er es aus. Auch unvorsichtige Vögel oder Mäuse kommen gelegentlich auf seiner Speisekarte vor.</p>
<p>Der Dachs hat einen sehr guten Geruchssinn. Damit macht er nicht nur seine Beute ausfindig, sondern erkennt auch seine Familienmitglieder am Geruch. Zudem ist er bei seinen nächtlichen Streifzügen sehr vorsichtig und schnuppert immer wieder, ob auch keine Gefahr in der Nähe ist. Nimmt er eine Gefahr wahr, ist er blitzschnell verschwunden. Trotz seines behäbigen Aussehens kann er recht flink sein. Zu seinen natürlichen Feinden zählen hier zu Lande der Wolf und der Luchs.</p>
<p><strong>Winterruhe</strong><br />
Dachse halten keinen echten Winterschlaf, sondern Winterruhe. In der Zeit schlafen sie viel und leben sie von den angefressenen Fettvorräten. In manchen Nächten kommen sie aber aus ihrem Bau und suchen nach Futter. Auch auf&#8217;s Klo gehen sie zwischendurch. Ihr Geschäft erledigen die reinlichen Tiere nämlich nicht im Bau, sondern draußen. Anschließend wird alles ordentlich verbuddelt &#8211; ein Dachsbau ist eine saubere Sache.</p>
<p>Im Frühjahr kommen die 2-5 Jungtiere auf die Welt, die in den ersten Wochen ihres Lebens nur im Bau bleiben und von der Mutter versorgt werden. Damit die Kleinen es warm und gemütlich haben, polstern die Eltern die Wohnhöhle mit Gras und Laub aus, das auch regelmäßig gewechselt wird.<br />
Früher dachte man, der Dachs ist ein mürrischer Einsiedler. Daher sicher lautete auch sein Name in Fabeln Grimbart. Dabei sind Dachse sehr soziale Tiere und leben oft in größeren Familienverbänden von bis zu 12 Tieren zusammen. Zudem bleiben Dachse mit ihrem Partner ein Leben lang zusammen.</p>
<p>Diese baubegabten, sauberen und sozialen Tiere hatten bis vor wenigen Jahren das Pech, dass die Haare ihres Pelzes für die Kosmetik- und Pinselindustrie enorm wertvoll waren. Die Tiere wurden unter sehr schlechten Bedingungen in Käfigen gehalten und hatten ein schlimmen Los. Inzwischen haben sich viele namhafte Kosmetikhersteller von der Nutzung der Haare von Dachsen in ihren Produkten distanziert. Dennoch ist es wichtig, dass beim Kauf von Mal-, Rasier- und Kosmetikpinseln darauf geachtet wird, dass keine tierischen Haare verwendet wurden. Nur durch den Druck der Kunden beim Einkauf lassen sich solche Praktiken endgültig verhindern.</p>
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		<title>Steckbrief &#8211; Biber</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-biber/9153/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Mar 2021 08:27:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute möchten wir euch das größte Nagetier Europas vorstellen. Das ist der Biber. Dieses interessante Tier hat viele Besonderheiten, von denen wir hier berichten wollen. Der Biber ist super an ein Leben im Wasser angepasst. Er ist ein geschickter Schwimmer und Taucher. Bis zu 15 min kann er unter Wasser bleiben. Sein dichtes Fell sorgt [&#8230;]</p>
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<p>Der Biber ist super an ein Leben im Wasser angepasst. Er ist ein geschickter Schwimmer und Taucher. Bis zu 15 min kann er unter Wasser bleiben. Sein dichtes Fell sorgt dafür, dass er warm und trocken bleibt. An den Hinterbeinen hat er eine Putzkralle, mit der er sein Fell pflegt und auch einfettet, damit Wasser es nicht durchdringen kann.</p>
<p>Typisch für den Biber ist sein platter, unbehaarter Schwanz, der Kelle genannt wird. Er dient als Ruder beim Schwimmen, als Kommunikationsmittel bei Gefahr, indem damit auf die Wasseroberfläche geklatscht wird, als Fettspeicher im Winter, als Stütze beim Sitzen und zur Abkühlung an heißen Tagen, indem er ins kalte Wasser gehalten wird.</p>
<p><strong>Schwergewicht</strong><br />
Der Biber wird bis zu einem Meter lang. Sie wiegen zwischen 20 und 30kg und können in freier Wildbahn bis zu 20 Jahre alt werden.</p>
<p>Als Nagetier hat er richtig scharfe und harte Nagezähne. Er hat je 2 davon im Ober- und Unterkiefer. Sie haben eine orangene Farbe und wachsen das ganze Leben lang immer weiter. Geruchs- und Hörsinn sind sehr gut, während der Biber sehr schlecht sehen kann. In trübem Wasser kann er sich aber mit seinen langen Tasthaaren an der Schnauze bestens orientieren.</p>
<p>Ein erwachsener Biber hat kaum natürliche Feinde. Nur die Jungtiere müssen sich vor vielen Gefahren in Acht nehmen, wie Füchsen, Greifvögel oder Raubfischen. Oftmals sind sie aber auch durch Hochwasser und starke Strömung gefährdet.</p>
<p><strong>Lebensraum</strong><br />
Sie leben bevorzugt an ruhigfließenden oder stehenden Gewässern, an deren Ufer schnellwachsende Bäume wie Pappel, Weide, Erle usw. zu finden sind. Sie bevorzugen eine Wassertiefe von ca. 1,5m, damit das Gewässer im Winter nicht bis zum Boden zufriert und im Sommer nicht austrocknet. Ist das Wasser nicht tief genug, bauen sie Dämme, um das Wasser zu stauen. Dadurch verändert er die Landschaft grundlegend und schafft für sich selbst aber auch für viele weitere Tiere und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum.</p>
<p>Er baut Burgen in seine Seen, die bis zu 10m breit und 2m hoch werden können. Zu seinem Schutz ist der Zugang immer unterirdisch, meist gibt es mehrere Ein- und Ausgänge. In der Mitte der Burg befindet sich der Wohnkessel, in dem die gesamte Biberfamilie lebt. Eine Biberfamilie hat zusätzlich oft mehrere Röhren und Wohnhöhlen im Erdreich am Ufer in Benutzung.</p>
<p>Der Biber nagt Bäume in seiner Umgebung an, zum einen um damit Dämme zu bauen. Zum anderen dienen die Zweige, Knospen und Rinde aber auch als Nahrungsquelle. Seine Spuren sind oft dann an vielen Bäumen der Umgebung zu finden. Sie zeigen die typische Sanduhrform, wie auf dem Bild gezeigt wird.</p>
<p><strong>Rückkehr</strong><br />
Der Biber war bis vor wenigen Jahren in Europa so gut wie ausgestorben. Er ist lange Zeit wegen seines dichten und wertvollen Pelzes erbarmungslos gejagt worden. Zum Glück und auch dank verschiedener Auswilderungsprojekte, ist der Biber wieder in viele Flüsse und Bäche Europas zurückgekehrt.</p>
<p>Seine Art, die Landschaft so grundlegend umzugestalten, stößt jedoch nicht überall auf Gegenliebe. Insbesondere Land- und Forstwirte sind von seinem Treiben nicht begeistert. Wenn seine bevorzugte Nahrung fehlt, vergreift der Biber sich auch mal an Obstbäumen und Feldfrüchten wie Zuckerrüben oder Mais an den Feldrändern. Sein unterirdisches Tunnelsystem kann eine Gefahr für die Landmaschinen sein, wenn durch das Gewicht die Röhren einbrechen. Das durch die Dämme aufgestaute Wasser kann die Felder stark vernässen oder überfluten, was zu Ernteeinbußen führen kann. Ein aktives Management ist in Biber-Siedlungsgebieten unumgänglich, zum Beispiel durch Beratung und finanzielle Entschädigung.</p>
<p>Hier im Muldental ist der Biber auch an mehreren Stellen zu finden. Haltet doch mal Ausschau, ob ihr frische Fraßspuren oder sogar eine Burg findet. Viel Spaß!</p>
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		<title>Steckbrief &#8211; Singvögel</title>
		<link>https://awo-mulde-collm.de/steckbrief-singvoegel/9162/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Geschäftsstelle Grimma]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2021 08:33:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Naturentdecker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es im Frühling wieder wärmer wird, beginnen auch die Vögel rings um uns herum wieder mit ihren Gesängen. Seltsam, warum ist es im Winter viel ruhiger? Das liegt zum einen daran, dass viele Vogelarten in wärmere Gebiete fliegen, um dort zu überwintern. Zum anderen dient der Vogelgesang zur Partnerwerbung und zur Markierung des Brutreviers. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-8672" src="https://www.awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" srcset="https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel-300x213.jpg 300w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel-1030x731.jpg 1030w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel-768x545.jpg 768w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel-260x185.jpg 260w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel-705x501.jpg 705w, https://awo-mulde-collm.de/wp-content/uploads/2021/03/steckbrief-singvoegel.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wenn es im Frühling wieder wärmer wird, beginnen auch die Vögel rings um uns herum wieder mit ihren Gesängen. Seltsam, warum ist es im Winter viel ruhiger? Das liegt zum einen daran, dass viele Vogelarten in wärmere Gebiete fliegen, um dort zu überwintern. Zum anderen dient der Vogelgesang zur Partnerwerbung und zur Markierung des Brutreviers. Außerhalb der Brutzeit besteht also kein Grund zum Singen.</p>
<p><strong>Zugvögel</strong></p>
<p>Zu denen, die in den Süden fliegen gehören zum Beispiel Schwalben, Lerchen, Nachtigall, Stare und viel andere. Diese Arten nennt man Zugvögel. Sie fliegen oft weite Strecken in die südlichen, wärmeren Länder Europas wie beispielsweise Spanien, Frankreich, Italien oder sogar nach Afrika.</p>
<p>Dann gibt es Arten, die nur ein kleines Stück weiterziehen, um ungünstigen Zonen, in denen es kälter ist oder mehr Schnee gibt, auszuweichen. Dazu gehören Amseln, manche Meisenarten, Finken. Allerdings konnte zuletzt beobachtet werden, dass nicht alle Vögel dieser Arten sich auf den Weg machen. Einige bleiben auch hier.</p>
<p><strong>Standvögel</strong></p>
<p>Dann gibt es auch noch sogenannte Standvögel, die im Winter hier bleiben und gut an den Futterhäuschen im Garten zu beobachten sind. Dazu gehört der Haussperling, der im Allgemeinen meist nur Spatz genannt wird.</p>
<p>Jetzt, im März, ist die Partnersuche bereit voll im Gange. Auch an den Nestern wird oftmals schon fleißig gebaut. Die Männchen legen sich stimmlich voll ins Zeug, um die Weibchen zu beeindrucken und Rivalen fernzuhalten.</p>
<p><strong>kostenlose Apps</strong></p>
<p>Die Gesänge unterscheiden sich oft sehr. Für Neugierige gibt es tolle Apps, mit denen ihr die Gesänge auseinanderhalten und zuordnen sowie die Vögel nach ihrem Aussehen bestimmen könnt. Viele dieser Apps sind kostenlos und eine tolle Ergänzung bei einem Spaziergang. z. Beispiel: Die Vogel App, Nabu Vogelbestimmung, BirdNet</p>
<p><strong>Funfacts</strong></p>
<p>Hier noch ein paar lustige oder interessante Fakten zu unseren einheimischen Singvögeln:</p>
<ul>
<li>Der Specht bekommt keine Kopfschmerzen, obwohl er scheinbar stundenlang mit dem Schnabel gegen das Holz der Bäume hämmert. Seine Schädelknochen und ein komplexes Stoßdämpfersystem schützen sein Gehirn.</li>
<li>Der Kleiber ist der einzige Vogel, der kopfüber, also mit dem Kopf nach unten einen Stamm herunterklettern kann.</li>
<li>Auch Rabenvögel sind Singvögel, auch wenn man es bei ihrem Krächzen nicht glauben möchte.</li>
<li>Der Kuckuck legt seine Eier in fremde Nester. Dabei verteilt das Weibchen seine neun bis zwölf Eier jeweils einzeln auf die unterschiedlichen Nester, während das Männchen oft die Wirtsvögel ablenkt.</li>
<li>Manche Vögel imitieren den Gesang anderer Vögel. Dazu gehören vor allem Amsel und Star. Lustigerweise sind beide aber auch Dohle und Eichelhäher in der Lage, Handyklingeln täuschend echt zu imitieren.</li>
<li>Vögel fallen beim Schlafen nicht vom Baum, weil sich die Krallen an den Füßen zusammenziehen, sobald sich der Vogel auf einen Ast hockt. Je entspannter er ist, desto mehr ziehen sich Sehnen und Muskeln in den Füßen zusammen.</li>
</ul>
<p>Wir überall in der Natur derzeit, macht sich der Klimawandel und die einschneidenden Veränderungen in ihrem Lebensraum auch bei den Singvögeln bemerkbar. Hecken- und Bodenbrüter haben es durch die intensive Landwirtschaft schwer. Auch Vögel, die magere Wiesen und karge Flächen brauchen, werden immer seltener. Durch die Nutzung von Insektiziden raubt man vielen Vögeln die Nahrungsgrundlage. Denn die meisten Vögel fressen nun mal Insekten.</p>
<p><strong>Zum Schutz</strong></p>
<p>Aber wir können für den Schutz unserer Vögel jeder etwas tun:</p>
<ul>
<li>Heckenschnitt nicht zu Brutzeiten (März bis September),das ist gesetzlich verboten, was viel nicht wissen</li>
<li>Auf den Einsatz von Giften aller Art zu verzichten</li>
<li>Regional und Bio einkaufen</li>
<li>Wasser- und Badestellen in Gärten anbieten und im Winter Futterstellen schaffen</li>
</ul>
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